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Die Toscana des Ostens mit dem Fahrrad erkunden

Mit unserem diesjährigen Teamevent haben wir Sport, Spaß und Wissenswertes miteinander verbunden. Aber beginnen wir von vorn:

Es sollte von allem etwas dabei sein; so starteten wir am Samstag Morgen, den 15.10.2016 mit unseren Fahrrädern mit 7 Mitarbeitern und Emilian ab Erfurt per Zug Richtung Bad Kösen.
Hier erwarteten uns Hannes, Angie und Janos, um gemeinsam eine Radtour nach Freyburg zu starten. Da unser Azubi Janos aus dieser Region stammt, war schon vorher klar, dass er uns als Guide dienen sollte. Doch das erste Problem entstand schon vor dem Start. Janos hatte ein technisches Problem mit seinem Rad und wir waren nun auf uns allein gestellt. Und damit nicht genug. Nebliges Wetter und schlechter Handyempfang führte uns leider nicht auf die einfache Strecke, sondern zum schwierigsten und steilsten Abschnitt Richtung Freyburg. Was zur Folge hatte, dass wir die doppelte Zeit brauchten. Einige von uns kamen da schon an ihre Belastungsgrenze. Aber geschafft hat es dann doch jeder und wir waren sehr stolz darauf.
Nun wurde es mit der Terminplanung ganz schön eng, denn in der Winzervereinigung Freyburg hatten wir eine Führung „Von der Traube zum Wein“ gebucht und man wartete bereits auf uns.
An eine kleine Verschnaufpause war nun gar nicht mehr zu denken.


Eine Mitarbeiterin empfing uns gleich mit der ersten Weinprobe - einem Weißburgunder - und erzählte uns viel Wissenswertes, z.B. dass die Winzervereinigung Freyburg 1934 von 27 Winzern mit 31 Hektar Rebfläche gegründet wurde. Heute werden 400 Hektar Rebflächen (davon 20 Prozent Steillagen) von rund 420 Mitgliedern bewirtschaftet. Damit ist die Winzervereinigung der größte Weinproduzent der neuen Bundesländer. 3 Millionen Flaschen werden pro Jahr abgefüllt, vorwiegend regionaltypische Weinsortimente wie Müller-Thurgau, Weißburgunder und Silvaner.

Garniert wurden die Weinfakten mit wunderbaren Gedichten und Sprüchen, die uns den Wein fast schon als Medizin verkauften. Schließlich wussten schon die alten Lateiner, dass im Wein Wahrheit liegt.


Nach der Theorie kam nun das Anschauliche. Man zeigte uns, wie und wo die Trauben von den Winzern angeliefert werden, die erste Pressung und der Gärungsprozess stattfinden sowie letztendlich die Lagerung des Weins zum Teil noch in Holzfässern vorgenommen wird. Das war etwas fürs Auge; wunderschöne alte verzierte und geschnitzte Fässer, eines schöner als das andere. Die Kellerführung inklusive der Schatzkammer mit Weinen, die älter als 50 Jahre sind, war schon sehr informativ und beeindruckend. An dieser Stelle bekamen wir die nächste Weißweinprobe mit Erklärungen zur Lagerung des Weines und zur Reinigung der Holzfässer, welche immer noch traditionell durch den kleinen Zugang erfolgt. Als letzte Verkostung erhielten wir einen Dornfelder, der die Führung beendete.


Inzwischen hatten wir alle so einen großen Hunger, dass wir uns schnellstmöglich zum Italiener mit dem schönen Namen „Trattoria Gallo Nero“ begaben, um dort unser verspätetes Mittagessen einzunehmen.
Frisch gestärkt fuhren wir nun alle gemeinsam mit dem Rad von Freyburg nach Naumburg, geführt von unserem Janos. Diese Strecke war viel entspannter und angenehmer als die Hinfahrt. Während der Fahrt konnte man sich nicht sattsehen. Wir passierten wunderschöne Weinhänge, verschiedene Winzer-Genossenschaften, die noch voll in der Ernte steckten und natürlich die Stelle, an der die Unstrut in die Saale fließt, genannt Blütengrund.
In Naumburg angekommen spendierten unsere Chefs im Kaffee „Verona“ jedem noch einen großen Eisbecher als krönenden Abschluss.
Um 17:38 Uhr traten wir mit dem Zug nebst Fahrrädern die Heimreise zurück nach Erfurt an.


Leider konnten wir das große Verkaufssortiment der Winzervereinigung nicht in gebührendem Maße in Augenschein nehmen, werden das aber demnächst besser motorisiert und mit großen Taschen nachholen. Schließlich steht "Wein-achten" vor der Tür :-)


Eure Bettina und Euer Emilian


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Hintour

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